Eine bewegte Geschichte.

Unsere Brauereichronik.

Eine große Privatbrauerei mit über 130-jähriger Tradition ist außergewöhnlich. Selbst in Deutschland mit seiner reichen Bierkultur gehört die Geschichte der Flensburger Brauerei zu den Ausnahmen.

Dem Familienunternehmen ist es in seiner langen und bewegten Geschichte seit der Gründung am 6. September 1888 immer gelungen, sich erfolgreich zu bewähren und seine unverwechselbare Identität zu bewahren. Diese Erfolgsgeschichte verdankt es dem Mut und der Risikobereitschaft seiner Geschäftsführer sowie all den fleißigen und treuen Mitarbeitern durch die Jahrzehnte.

 

  • 1888

    Gründung der Flensburger Export-Brauerei

  • 1919

    Flensburger Brauereien A.G.

  • 1922

    Flensburger Pilsener

  • 1937

    Emil Petersen

  • 1939

    Die Brauerei im 2. Weltkrieg

  • 1948

    „Biertrinken wieder ein Genuß!“

  • 1961

    Der 1. Großbrand

  • 1970

    Das Ende vom Bügelverschluss?

  • 1974

    Das Ende einer Ära – auf zu neuen Zeiten

  • 1976

    Der Norden in Deutschland

  • 1988

    100. Geburtstag & 2. Großbrand

  • 1988

    Der nackte Wahnsinn – das Hartenholm-Rennen

  • 1990

    Flens - das Kulturgut

  • 1993

    Neue Töne: plop‘

  • 1995

    Es ploppt im Shop

  • 1998

    Die Herausforderungen des Marktes

  • 2002

    Bölkstoff

  • 2010

    Flens bleibt Familie

  • 2013

    125 Jahre plop’

  • 2018

    Flens knackt 600.000 HL Marke

  • Die Flensburger Export-Brauerei wird gegründet und am Munketoft nach modernen technischen Erkenntnissen gebaut. In Flensburg gibt es ab jetzt also zwei Großbrauereien: die "Flensburger Export-Brauerei" und die "Flensburger Actien-Brauerei-Gesellschaft", die bereits seit 1873 existiert.

  • Der Erste Weltkrieg führt auch bei den zwei Brauereien in Flensburg zu einem wirtschaftlichen Rückgang. Die Lösung ist ein Zusammenschluss der Flensburger Actien-Brauerei-Gesellschaft und der Flensburger Export-Brauerei. Es entsteht die „Flensburger Brauereien A.-G.“.

  • Der heutige Klassiker wird unter dem Namen „Flensburger Pilsener“ ins Sortiment aufgenommen. Mit 38 Bittereinheiten gehört es zu den herbsten Pilsenern in Deutschland und ist damit geschmacklich unverwechselbar. Vollmundig-weich und herbwürzig schmeckt die traditionsreiche Hauptmarke, die seit 1922 produziert wird.

  • Emil Petersens Wechsel vom Aufsichtsrat in den Vorstand 1933 führt zu vielen positiven Entwicklungen und dringenden Neuerungen, darunter unter anderem ein elektrischer Einzelantrieb der Maschinen, neue Sudhauseinrichtungen und ein neuer Fuhrpark mit einem neuzeitlichen Gesicht. Am 28. Juni 1937 werden in einer außerordentlichen Generalversammlung das Vermögen und der Geschäftsbetrieb der bisherigen Flensburger Brauereien A.-G. auf die „Flensburger Brauereien Emil Petersen & Co. K.G“ übertragen.

  • Die zunächst gute wirtschaftliche Lage der 1930er-Jahre kehrt sich um, als Arbeitskräfte in den Kriegsdienst gezogen und Rohstoffe rationiert werden. Trotz dieser im Vergleich milden Einschränkungen übersteht die Brauerei das Kriegsgeschehen weitgehend unbeschadet.

  • Der Bierdurst der Alliierten erlaubt der Brauerei, nach Kriegsende den Betrieb weiter zu führen. Für die deutsche Bevölkerung gibt es zunächst jedoch nur Molkebier. Ab 1949 ist das vollwertige „Friedensbier“ für die Bevölkerung zugänglich.

  • Am 9. Januar 1961 bricht in der Brauerei ein Großfeuer aus, ausgelöst durch die Explosion eines Gasgemisches bei Bauarbeiten in einem Produktionsraum. Die Einsatzkräfte bekämpfen über mehrere Tage das Feuer, das immer wieder auflodert. Glücklicherweise wird der Brauereibetrieb dadurch nicht wesentlich unterbrochen, mehrmals wird sogar darauf hingewiesen, dass der Verkauf in unverminderter Weise weitergeht.

  • In den 1970er-Jahren bekommt der Bügelverschluss Konkurrenz: Der Kronkorken wird von immer mehr Brauereien eingesetzt, da er in der Produktion unkomplizierter und generell günstiger ist. Dennoch hält man in Flensburg am Bügelverschluss fest – und macht ihn zum Markenzeichen: Ohne Bügelverschluss kein plop', ohne plop' weniger Genuss!

  • Emil Petersen führt die Brauerei sicher durch schwierige wirtschaftliche Zeiten, sorgt für das Wohlergehen seiner Mitarbeiter und hält als schwedischer Konsul die Bindungen zu Skandinavien aufrecht. Er verstirbt 1974 im Alter von 74 Jahren. Sein Schwiegersohn Hans Dethleffsen übernimmt 1975 die Leitung des Betriebes und beginnt unter anderem auch damit, das Erscheinungsbild der Marke zu vereinheitlichen und zu modernisieren.

  • Die Flensburger Brauerei dehnt ihr Absatzgebiet aus und beliefert von nun an ganz Schleswig-Holstein und Hamburg. Ab 1980 kommen auch Niedersachsen, Bremen und Berlin hinzu, bis letztlich ganz Deutschland mit Flensburger Bieren beliefert wird.

  • Die Brauerei steht im Jahr ihres 100. Firmenjubiläums einer Herausforderung gegenüber: Ein Großbrand im Gär- und Lagerkeller verursacht große Schäden. Das Gebäude ist abrissreif, die Firma lange Zeit nicht lieferfähig. Beim Wiederaufbau wird besonders auf Brandschutzmaßnahmen geachtet, die über das vorgeschriebene Maß weit hinausgehen.

  • In diesem Jahr versorgt die Flensburger Brauerei zusammen mit anderen norddeutschen Brauereien die Gäste des spektakulären Werner-Rennens in Hartenholm mit Bier. Dieses Fest haben viele Besucher und Anwohner bis heute lebhaft in Erinnerung: Fast 250.000 Menschen kommen in den kleinen 1.500-Einwohner-Ort, um das Rennen zu sehen: Brösel mit einem selbst gebauten Motorrad gegen den Porsche 911 des Kieler Wirts Holger (Holgi). Weder Brösel noch die Brauereien, ja noch nicht einmal die Polizei, rechnen mit einem solchen Ansturm.

  • Die bewegende Geschichte der Flensburger Brauerei, der einzigartige Geschmack des Bieres, die Menschen, die dazugehören … Es gibt viele Gründe, FLENS zu lieben. Mit dem 1. Oktober 1990 beginnen die ersten regelmäßigen Treffen von Sammlern, die eine gemeinsame Leidenschaft teilen: Raritäten der Flensburger Brauerei. Zudem haben sie einen bislang ungebrochenen Rekord im Guinness Buch der Rekorde erlangt, mit dem höchsten Bierdeckelturm von 14,66 Metern.

  • Nach dem Erfolg des Comic-Helden Werner, der mit seinem „Bölkstoff“ zur deutschlandweiten Bekanntheit des Flensburger Pils beiträgt, greift die Flensburger Brauerei in den 1990er-Jahren auf den typischen norddeutschen Humor ihrer Region zurück. Genauso bekannt wie die Werbefilme sind bald auch die drei norddeutschen Typen am Strand. Flens flenst jetzt umso mehr.

  • Mitte der 1990er-Jahre wird Flens mehr und mehr zur Marke, und der hauseigene plop'-Shop wird eröffnet. Der Shop bietet rund 80 Artikel an, darunter auch vieles, was über die Flensburger Getränke hinausgeht. Inzwischen kann man auch ganz bequem von zu Hause aus im plop'-Shop einkaufen: www.plop-shop.de.

  • Lorenz Dethleffsen (links), der Sohn von Hans Dethleffsen, übernimmt die Geschäftsführung und führt die Brauerei gemeinsam mit Uwe Müller. Während zahlreiche Brauereien ihre Unabhängigkeit oder Existenz verlieren, ist es der Flensburger Brauerei durch Anpassungen

    an den sich stark verändernden Markt weiterhin möglich, inhabergeführt zu bleiben.

  • Seit Anfang der 1980er rast ein Chaot namens Werner durch die norddeutsche Landschaft – als legendäre Comicfigur aus der Feder von Rötger Feldmann alias „Brösel“. Insgesamt sind bis heute 17 Comics erschienen. Werner ist ein waschechtes nordisches Original: locker, trocken, eigensinnig. Der unverwechselbare Bügelverschluss wird im Comic liebevoll mit einem „Fump“ oder plop' geöffnet; dieses Ritual dient als regionales Erkennungszeichen. Das von Brösel im

    Comic verewigte plop' wird schnell weit über die Grenzen des Bundeslandes bekannt, folglich steigt der Bekanntheitsgrad des Flensburger Pilseners in ganz Deutschland rasant. Der Vertrieb der Marke Bölkstoff erfolgt seit 2002 durch die Flensburger Brauerei. Heute wird das Bölkstoff-Bier in einer grünen 0,33-Liter-Bügelverschlussflasche angeboten.

  • Die Familie Dethleffsen-Petersen zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und überlässt Andreas Tembrockhaus (links) und Hans-Peter Heyen (rechts) die Geschäftsführung. Dabei stellt die Familie weiterhin die Mehrheit im Beirat: Die Brauerei bleibt ein Familienunternehmen.

  • Mit einer riesigen Party feiert die Flensburger Brauerei ihr 125-jähriges Bestehen. Zugleich wird mit dem Jubiläumsbuch zum 125. eine spannende, witzige, unterhaltsame und reich bebilderte Chronik voller exklusiver Einblicke und historischer Fotografien veröffentlicht.

  • Mit kontinuierlichen Investitionen im mehrstelligen Millionenbereich und erfolgreichen Sortimentserweiterungen der letzten Jahre hat die Flensburger Brauerei erstmals seit Anfang der 90er Jahre die Absatzmarke von 600.000 HL (Inland) erreicht.