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Was bedeuten IBU beim Bier?

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Artikelzusammenfassung
Wie bitter is‘ das denn?! Das verrät uns die IBU – zumindest, wenn es ums Bier geht. Denn unser Geschmack kann trügen, wenn die Bitterkeit sich hinter Karamell- oder Kaffeenuancen verstecken sollte. Aber keine Sorge: Wir enthüllen alles, auch, wie hoch der IBU bei unseren FLENS wirklich ist.

IBU im Bier

Bitterkeit von Bier

Weltweit gibt es viele verschiedene Biersorten. Dabei hat jede Biersorte ihre eigenen Geschmacksnuancen. Eine Komponente, die wir beim Biertrinken wahrnehmen, ist, wie bitter das Bier schmeckt. Diese Bitterkeit wird in IBU gemessen. IBU ist die internationale Maßeinheit, die die Bitterkeit des Bieres bestimmt. Die sogenannte International Bitterness Unit verrät uns, wie viele Bittereinheiten in einem Bier stecken.

Grundsätzlich gilt:
Je höher der IBU-Wert, desto bitterer das Bier.

Allerdings muss dies nicht zwingend bedeuten, dass wir als Biertrinker eine starke Bitterkeit bei einer hohen IBU herausschmecken. So kommt es beispielsweise vor, dass Biere, die besonders viel Malz enthalten, ihre bittere Note hinter Karamell- oder Kaffeenuancen verstecken.

 

Woher kommt die Bitterkeit im Bier?

Verantwortlich für die bittere Note von Bier ist der Hopfen. Genau genommen ist es der weibliche Hopfen. Denn ausschließlich dieser wird beim Bierbrauen verwendet. Im Hopfen sind Alphasäuren enthalten, die im Brauprozess freigesetzt werden, für die Bitterkeit eines Bieres sorgen und hinterher als IBU ausgegeben werden. In Deutschland wird die Bitterkeit häufig auch als BE (Bittereinheiten) gekennzeichnet.

Wie bitter ein Bier schmeckt, hängt von der Hopfenzugabe ab.

Entscheidend ist, wie viel Hopfen zu welchem Zeitpunkt bei welcher Temperatur zur Würze hinzugegeben wird. 1 mg Alphasäure pro Liter Bier ergibt übrigens eine Bittereinheit. Um den IBU-Wert im Bier erfolgreich zu ermitteln, müssen jedoch noch weitere Faktoren berücksichtigt werden.

 

Bitterkeit von Bier: IBU messen

In unserer Flensburger Brauerei weiß der Braumeister genau, zu welchem Zeitpunkt er wie viel Hopfen zur Würze im Brauprozess hinzugibt. Die IBU im Bier lässt sich aber nicht allein durch die Hopfenzugabe messen. Weitere Faktoren, die für die Messung relevant sind, sind die Hopfensorte und das jeweilige Anbaugebiet. Wir beziehen unseren Hopfen beispielsweise aus der Hallertau: Das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Für unser FLENS verwenden wir abhängig von der Biersorte entweder Aromahopfen oder Bitterhopfen. Aromahopfen setzt maximal 0,5 % der Alphasäure im Bier frei, wohingegen Bitterhopfen über 10 % Alphasäure freisetzt.

 

Welche Biere sind besonders bitter?

Welches Bier am bittersten ist, lässt sich nur schwer beantworten. Jeder Biertrinker hat ein individuelles Geschmacksempfinden und nimmt die Bitterkeit von Bier anders wahr. Durch die IBU lässt sich jedoch festlegen, welche Biere eine besonders hohe Bittereinheit haben. Biere, die mitunter die höchste IBU nachweisen, sind das India Pale Ale und das Imperial Pale Ale. Sie haben einen IBU-Wert zwischen 70 und 110. Auch Biere wie Pilsner weisen hohe Bittereinheiten von bis zu 45 IBU auf. Sowohl Pale Ale als aus Pils erfreuen sich weltweit an einer hohen Beliebtheit. Deswegen werden diese Biere traditionell stärker gehopft und haben folglich eine höhere IBU. Grund dafür sind die langen Transportwege. Denn wer hätte es gedacht? Die Bitterkeit der Alphasäuren macht Bier länger haltbar, wirkt antiseptisch und verhindert das Wachstum von Bakterien. In der Regel bewegen sich die meisten Biere zwischen 10 und 80 IBU.

 

Auch unsere Biere lassen sich in diesem Mittelfeld einsortieren. Unser Flensburger Pilsener hat zum Beispiel eine Bittereinheit von 38, unser Flensburger Dunkel von 28 und unser Flensburger Gold von 18. Wer herausfinden möchte, ob sich die Bitterkeit unserer Biere herausschmecken lässt, dem empfehlen wir eine Besichtigung unserer Flensburger Brauerei.

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