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Artikelzusammenfassung
In diesem Artikel lernst Du mehr über Dein geliebtes FLENS – und warum sich Milchkühe über Treber freuen.
Silo mit dem Flensburger Logo.

Treber: Ein Produkt der Maische

Was genau ist eigentlich der Treber beim Bier? Wer sich diese Frage stellt, ist hier genau richtig. Der Treber ist ein Produkt, das im Brauprozess entsteht. Genau genommen entsteht der Treber bei der Maische, wenn das geschrotete Malz mit Wasser erhitzt wird. Durch das Erhitzen bilden sich feste Bestandteile. Diese festen Bestandteile nennen sich Treber. Häufig werden sie auch als Biertreber bezeichnet. Für den weiteren Brauprozess ist es unerlässlich, die festen Bestandteile von dem flüssigen Sud zu trennen. Denn für die Bierherstellung wird ausschließlich der Sud, die sogenannte Würze, benötigt.

 

 

Der Treber besteht aus vielen nahrhaften Stoffen

Der Treber setzt sich aus vielen nahrhaften Stoffen zusammen. Dazu zählen beispielsweise Malzzucker, pflanzliches Eiweiß, Spurenelemente, Enzyme, Vitamine und Ballaststoffe. Beim Läutern trennen unsere Braumeisterinnen und Braumeister diese festen Schwebstoffe von der Würze. Denn nur diese wird für die Bierherstellung benötigt. Doch nur weil der Treber aussortiert wird, ist er keinesfalls ein Abfallprodukt.

Durch seine vielen nahrhaften Stoffe, genauer gesagt durch seine Zellulose, Fruchtsäure, Gerbstoffe und Vitamine, ist der Treber ein gutes Nahrungsmittel für Mensch und Tier.

Die festen Bestandteile müssen jedoch von der Würze entfernt werden, da sie im späteren Brauprozess den Geschmack des Bieres verändern und besonders das pflanzliche Eiweiß das Bier trüben würden. Das Ziel unserer Braumeister ist es immer, den Treber möglichst rückstandslos beim Läutern zu entfernen. Dennoch kann es passieren, dass vereinzelte Schwebstoffe in die Würze gelangen. Diese werden allerdings spätestens beim Würzekochen beseitigt.

LKW, der mit Treber beladen wird.

Wofür lässt sich der Treber nutzen?

 

Da der Treber beim Brauen von Bier nicht benötigt wird, wird er ausrangiert. Aufgrund seiner nahrhaften Stoffe ist er aber alles andere als für den Müll gedacht. Der Treber dient sowohl Tier als auch Mensch als Nahrungsmittel. Besonders häufig wird aus dem ausrangierten Treber von Brauereien Viehfutter für Rinder und Schweine hergestellt. Wer aber auch vom Treber profitiert, sind Milchkühe. Besonders bei ihnen ist es wichtig, sie mit pflanzlichen Eiweißen zu versorgen, damit sie gesund und leistungsfähig bleiben. Da kommen die nahrhaften Stoffe vom Brauprozess genau richtig. Aber nicht nur für Tiere ist der Treber ein wertvolles Produkt! Für uns Menschen lässt er sich hervorragend nutzen, um Brote zu backen. Heutzutage findet er häufig Verwendung im Schwarzbrot. Im Mittelalter nutzten ihn die Hausfrauen, um das sogenannte Treberbrot zu backen: Ein Brot, das dank Treber voller Eiweiß steckte und dank Malzzucker einen besonderen Geschmack erhielt.

Der Treber lässt sich ebenfalls nutzen, um leckeres Müsli herzustellen, das mit einer salzig-süßen Note und einem hohen Protein- und Ballaststoffgehalt überzeugt. Übrigens: Treber enthält keinen Alkohol. Grund dafür sind die Eiweiße, der Malzzucker und die Ballaststoffe, die im Treber stecken. Er wird bei der Bierherstellung der Würze entnommen, bevor Hopfen und Hefe zum Einsatz kommen. Erst durch die Zugabe von Hefe entsteht im Brauprozess durch die alkoholische Gärung der Alkohol im Bier. 

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