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Die Küstengerste.

Gerste aus Schleswig-Holstein.

Artikelzusammenfassung
Kurz und knapp: Deshalb schmeckt unser FLENS nach Meer.
Ein grünes Fels mit Küstengerste vorm Wasser, im Hintergrund eine Flasche FLENS auf einem Holzpoller.
Ein grünes Feld mit Küstengerste vorm Wasser.

Charakterstark, wie der Norden selbst

Ein nicht unerheblicher Teil unserer zum Brauen verwendeten Gerste, nämlich mindestens 20 %, gedeiht unter dem Einfluss des typisch norddeutschen Meeresklimas in Schleswig-Holstein. Deshalb nennen wir die Gerste, mit der wir unser Bier brauen, auch Küstengerste. Was das Besondere an unserer Küstengerste ist? Sie wächst hier oben im Norden zwischen den Meeren und erfreut sich an der rauen Seeluft, die äußerst jod- und salzhaltig ist. In vermälzter Form spielt sie eine wichtige Rolle im Brauprozess und ist mitverantwortlich für den einzigartigen Geschmack unseres FLENS. Gleichzeitig unterstützen wir durch den Anbau in Schleswig-Holstein die Landwirte in unserer Region, denn Flensburger ist seit eh und je eng mit der Heimat verbunden.

Was ist Gerste und wofür wird sie verwendet?

Gerste, wissenschaftlich auch als Hordeum bezeichnet, ist ein Getreide, das zu der Familie der Süßgräser zählt. Grundsätzlich wird zwischen der Sommergerste und der Wintergerste unterschieden. Die Sommergerste enthält viele Kohlenhydrate und wird überwiegend zur Herstellung von Bier verwendet. Die Wintergerste hingegen enthält jede Menge Eiweiße und dient Nutztieren als nahrhafte Futterquelle. Angebaut wird die Sommergerste im Frühjahr und die Wintergerste im Herbst. Ausgesät werden dafür rund 300 Körner pro Quadratmeter. Nach der Aussaat hat die Gerste Zeit zu reifen. Typisch für das Getreide sind die Ähren mit den langen Grannen, die in den Monaten nach der Aussaat rasant wachsen. Die Ernte der Gerste, die übrigens eine der ältesten Getreidesorten ist, erfolgt im Juli und August, wenn das Getreide den richtigen Feuchtegehalt vorweist. Beim Backen wurde das Getreide jedoch schon vor langer Zeit vom Weizen abgelöst, da dies deutlich mehr Gluten enthält und für eine bessere Teigstruktur sorgt. Allerdings wird Gerste in Form von Malz gerne als Zusatz beim Backen verwendet. Denn Malz sorgt beispielsweise in Brot für ein nussig-süßes Aroma.

Nahaufnahme in ein Gerstenfeld hinein mit goldenen Ähren.

Ohne Gerste kein Flensburger.

Das deutsche Reinheitsgebot besagt, dass zum Brauen von Bier vier Zutaten benötigt werden: Wasser, Hopfen, Hefe und Gerste. Für den Brauprozess ist die Gerste folglich unverzichtbar. Um 100 Liter FLENS zu brauen, werden rund 20 kg unserer Küstengerste benötigt. Bereits im ersten Schritt des Brauprozesses kommt die Gerste zum Einsatz. Die Gerstenkörner werden vorab von einem Mälzer eingeweicht und durch das sogenannte Mälzen zu Malz verarbeitet. Das geschrotete Malz  nutzen wir anschließend in unserer Brauerei zum Maischen, indem wir es mit unserem Wasser aus der Flensburger Gletscherquelle erhitzen. Dadurch löst sich die im Malzschrot enthaltene Stärke und Enzyme werden freigesetzt, die Malzstärke in Malzzucker umwandeln. Dieser wird im späteren Brauprozess zwingend für die alkoholische Gärung und die Bildung von Kohlensäure benötigt. Der Einsatz von Gerste sorgt bei unserem Flensburger also nicht nur für den Alkoholgehalt und mitunter für das nötige Prickeln, sondern ihm haben wir auch unser FLENS typisches plop‘ zu verdanken.

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