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Der Geschmack des Bieres.

5 Minuten 45 Sekunden
Artikelzusammenfassung
FLENS schmeckt, klar. Zum Geschmack von Bier kann man noch viel mehr sagen, Stichworte Rezenz, Nachtrunk & Mundgefühl. Auf ins 1x1 der Bierverkostung!
Bierflasche Flensburger Gold wird am Bügelverschluss gehalten, im Hintergrund eine grüne Wiese vorm Wasser.

Biergeschmack: Es gibt mehr als bitter und süffig.

Für den Hausgebrauch steht fest: Das Bier muss schmecken! Wer es sich bei der Wahl des Lieblingsbieres einfach machen will, kauft FLENS. Natürlich lassen sich auch andere Biersorten ausprobieren, ganz nach Belieben. Der eine mag‘s eher bitter, der andere etwas malzig, und süffig darf‘s am Ende immer gern sein.

 

Wenn so ein Pils aber in professionelle Hände kommt bzw. auf deren Zunge und Nase trifft, wird‘s schon etwas vielschichtiger. Braumeisterinnen bzw. Braumeister und Lebensmitteltechnologinnen bzw. Lebensmitteltechnologen bewerten bei der regelmäßigen Verkostung in der Brauerei die Prüfmerkmale Geruch, Reinheit des Geschmacks, Vollmundigkeit, Rezenz (Geschmacksfrische) und Nachtrunk und vergleichen auch die Röstaromen und das Mundgefühl (Antrunk) der jeweiligen Biersorten miteinander. Was nach einer beneidenswerten Aufgabe der Bierkenner und -kennerinnen klingt, ist tatsächlich sensorische Feinarbeit und erfordert fundierte Fachkenntnisse.

 

Natürlich macht eine semi-professionelle Bierverkostung zu Hause mit Freunden aber auch mächtig Spaß. Im Folgenden stellen wir euch deshalb die wichtigsten Kriterien und Details zur Geschmacksbewertung beim Biertasting vor.

 

 

FLENS mit allen Sinnen genießen: Biergeschmack professionell bewerten.

Der Geschmack des Bieres steht bei der Verkostung im Fokus – trotzdem kommen neben Mund und Zunge aber auch Augen und Nase bei der Bewertung zum Einsatz. Geschmack, Geruch, Farbe und Schaumkonsistenz der Biersorte sind wichtige Faktoren bei der Bildung eines Gesamturteils.

 

Nicht vergessen: Geschmack ist trotz allem immer subjektiv. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und somit kann es vorkommen, dass die Nachbarin den Biergeschmack der getesteten Biersorte ganz anders beurteilt als der Kollege. Nun aber los, hier kommt die Anleitung für die perfekte Bierverkostung zu Hause:

  • Für den Anfang sollten zwei Biersorten für das private Biertasting ausreichen.

  • Saubere und passende Biergläser sind Ehrensache.

  • Idealerweise wird das Bier in neutrale oder zumindest gleiche Gläser gefüllt, damit die Bewertung möglichst ohne Voreinschätzungen gelingt. 

  • Die richtige Trinktemperatur sollte das Bier selbstverständlich auch haben.

Fertig? Okay, weiter geht‘s mit den Geschmackskriterien!

 

 

Der Geschmack des Bieres: Degustieren von Antrunk bis Zunge

Um die eigene Kompetenz auch professionell zu vermitteln, spricht man bei der Bierverkostung vom Degustieren. Norddeutsch übersetzt: Schluck für Schluck genießen und wirken lassen. Noch ein Fachausdruck gefällig?

  • 1

    Biergeschmack bewerten, Teil 1: Der Antrunk

     

    Los geht‘s mit dem Antrunk oder dem sogenannten Mundgefühl. Wie fühlt sich das Bier also im Mund bzw. auf der Zunge an? Perlt die Kohlensäure spritzig bis zum Gaumen oder eher gemäßigt / lack? Ist der sogenannte Bierkörper, also der erste Gesamteindruck, eher vollmundig, wässrig oder kräftig breit / stämmig?


    Bei der Beschreibung sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt, solange es dabei hilft, den Biergeschmack zu definieren: leicht, süffig, schlank, abgerundet, vollmundig sowie malzaromatisch oder röstmalzaromatisch sind die Klassiker beim Antrunk.

     

  • 2

    Biergeschmack bewerten, Teil 2: Der Haupttrunk

     

    Nach dem ersten Eindruck kommt die Nase ins Spiel: Vor dem nächsten Schluck wird kräftig eingeatmet, anschließend mit dem Bier im Mund wieder durch die Nase ausgeatmet. Dieser Profitrick hilft, die Aromen intensiver wahrzunehmen. Zudem darf sich die Zunge intensiv durch das Bier im Mund bewegen. Mit jedem so durchgeführten Probierschluck verfeinert sich der Eindruck.

     

    Der Biergeschmack lässt sich jetzt in unterschiedliche Geschmackskategorien einteilen – abhängig davon, welche Zutat heraussticht. Dominiert die Hefe, kann fruchtig, alkoholisch oder würzig als Beschreibung bzw. Bezeichnung zutreffen. Hat der Hopfen den Hut auf, lässt ich der Biergeschmack womöglich als gehopft, fruchtig, holzig, harzig, oder grasig einordnen. Hat das Bier hingegen ein malziges Aroma, spricht man von geröstet, nussig, karamellartig oder getoastet. Nuancen von Hopfen, Malz und Hefe sind in jeder Biersorte herauszuschmecken, die Gewichtung lässt aber erst den Charakter erkennen.

     

    Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Haupttrunks ist die Bewertung der Bitterkeit, die von kaum wahrnehmbar über strukturgebend bis markant reichen kann. Die Säure im Biergeschmack sagt viel über die Harmonie der Geschmacksmerkmale aus.

     

    Die häufig zitierte Süffigkeit hingegen, also schlicht formuliert, wie sehr der Geschmack des Bieres dazu verleitet, mehr davon zu trinken, hängt stark von der Dichte des Bierkörpers ab. In Fachkreisen wird diese Eigenschaft „Drinkability“ genannt. Nicht zwingend sind schwere Biere aber immer auch süffig.

     

  • Biergeschmack bewerten, Teil 3: Der Nachtrunk

     

    Kommen wir zum Finale unserer heimischen Bierverkostung: Dem Nachtrunk. Mit dem Kurzen danach hat der Begriff selbstverständlich nichts zu tun! Es geht vielmehr um jene Aroma-Nuancen, die auch nach dem Herunterschlucken, im Abgang, noch im Mund verweilen. Hier gilt: Augen zu und (nach-) genießen! Der Nachtrunk lässt sich beispielsweise als lang anhaltend oder mild abklingend beschreiben, als wärmend oder samtig … ganz nach individuellem Geschmacksempfinden!

Bier ist mehr als Geschmack: Aussehen und Geruch bewerten

Wer an FLENS oder allgemein an Bier denkt, hat mehr als den Geschmack im Sinn: So ein kühles Pils sieht auch einfach gut aus, trägt eine solide Krone aus Bierschaum und duftet unwiderstehlich nach Hopfen, Malz & Co. Diese Eigenschaften lassen sich selbstverständlich auch bewerten und ergeben zusammen mit dem Biergeschmack eine solide Gesamtbewertung.

Bierflasche Flensburger Pilsener auf Poller auf einer grünen Wiese vorm Wasser.

Das Aussehen des Bieres beschreiben

Wie so ein Flensburger Pilsener aussieht, das ideal gelagert und auf die passende Trinktemperatur gekühlt wurde? Erst mal lecker, klar. Wenn es aber um eine fachkundige Bewertung des Aussehens geht, liegt das Augenmerk auf Bierschaum, Biertrübung und Bierfarbe.

 

Die Bierfarbe ist am leichtesten zu bewerten. Goldgelbes Flensburger Pilsener unterscheidet sich ebenso deutlich vom Flensburger Dunkel wie der Flensburger Frühlingsbock vom Flensburger Edles Helles. Tatsächlich gibt es aber auch innerhalb der Biersorten noch feine Farbunterschiede. Um diese zu erkennen, braucht es gutes Licht und idealerweise eine weiße Wand. Einfach mal das Bierglas davorhalten und Farbschimmer und Abstufungen beobachten. Ist das Bier eher strohgelb, bernsteinfarben oder gar mokkafarben?

 

Die Biertrübung hat hier natürlich auch ihre Karten im Spiel. Die meisten Biere sind filtriert, Ausnahmen bildet unser Flensburger Kellerbier. Die Biertrübung lässt sich je nach Sorte als glanzfein (keine Trübung) über opal (leichte Trübung) bis hin zu gleichmäßig trüb beschreiben.

 

Den Bierschaum zu beschreiben ist fast schon eine Wissenschaft für sich. Hier hängt zudem viel vom korrekten Bierzapfen bzw. Einschenken aus der Flasche ab. Beim Bierschaum lässt sich das Schaumvolumen, die Schaumstabilität und auch die Porengröße (wie fein ist der Bierschaum?) bewerten. Insgesamt kann der Bierschaum demnach eher kräftig, feinporig oder gar sahnig ausfallen.

 

 

Den Biergeruch beschreiben

Der Geschmack des Bieres hängt unmittelbar mit dem Biergeruch zusammen und ist daher ein wichtiger Bestandteil der Bierbewertung bei der Verkostung. Zahlreiche Malz- Hopfen- und Hefesorten ermöglichen diverse Geruchsnuancen. Das sogenannte Bier-Bouquet entfaltet sich am deutlichsten, wenn der Bierschaum schon etwas eingesunken ist. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um das Bierglas leicht schräg und die Nase mittig übers Glas zu halten. Jetzt in kurzen Intervallen einatmen und genießen: Ist der Biergeruch eher malzig, hopfenaromatisch, süßlich, frisch rauchig oder fruchtig? Der Beschreibungsvielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt!

Den Geschmack des Bieres auf einer Brauereibesichtigung entdecken

Unser Tipp zum Schluss: Zu einer Brauereibesichtigung in unserer Flensburger Brauerei gehört auch immer eine Verkostung dazu. Hier können wir in aller Ruhe über Biergeschmack, Biergeruch & Co. fachsimpeln und genießen. Am besten gleich anmelden und vorbeikommen, wir freuen uns auf wissenshungrige und bierdurstige Besucher und Besucherinnen!

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